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Was kostet die Barclays Visa wirklich?

Welche Kosten bei der Barclays Visa tatsächlich anfallen und in welchen Fällen die Karte nicht mehr komplett kostenlos ist.

Barclays Visa

Für viele Verbraucher sind kostenlose Kreditkarten reizvoll. Das gilt besonders dann, wenn sie weltweit verwendbar sind und keine Fremdwährungsgebühren erheben. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen, denn nicht jede Nutzung bleibt kostenfrei.

Die Barclays Visa gehört zu den bekanntesten Kreditkarten in Deutschland. Wer einschätzen möchte, wie teuer sie tatsächlich ist, muss sowohl die gebührenfreien Leistungen als auch etwaige Zusatzkosten in den Blick nehmen.

Kostenfreie Leistungen und mögliche Gebühren der Barclays Visa

Keine Jahresgebühr und gebührenfreie Zahlungen

Bei der Barclays Visa entfällt die Jahresgebühr. Für die Bereitstellung oder Nutzung der Karte zahlen Inhaber nichts. Auch Einkäufe im In- und Ausland sind kostenfrei, ganz gleich, in welcher Währung bezahlt wird.

Ebenso fallen bei Zahlungen außerhalb des Euroraums keine Fremdwährungsgebühren an. Dadurch wird die Karte vor allem für Reisen, Online-Shopping und regelmäßige Ausgaben im Ausland besonders attraktiv.

Bargeld abheben ohne direkte Gebühren

Mit der Barclays Visa kann weltweit Bargeld abgehoben werden, ohne dass Barclays dafür Gebühren verlangt. Weder im Inland noch im Ausland werden ein prozentualer Anteil oder ein Mindestbetrag in Rechnung gestellt.

Der tägliche Verfügungsrahmen für Bargeld beträgt 500 Euro. Zu beachten ist allerdings, dass einzelne Geldautomatenbetreiber eigene Gebühren erheben können, auf die Barclays keinen Einfluss hat.

Wann Zinsen sofort anfallen

Nicht jede Transaktion bleibt zinsfrei. Bei manchen Vorgängen setzen die Zinsen unmittelbar ab dem Buchungstag ein. Davon betroffen sind:

  • Bargeldabhebungen
  • Überweisungen mit der Kreditkarte
  • Einsätze der Karte in Casinos

In diesen Fällen gibt es keine zinsfreie Zeitspanne, selbst dann nicht, wenn die Rechnung später vollständig beglichen wird.

Teilzahlung, Zinsen und wichtige Kostenfallen

Automatisch aktivierte Teilzahlung

Standardmäßig ist die Barclays Visa auf Teilzahlung eingestellt. Wird die Monatsrechnung nicht in voller Höhe ausgeglichen, läuft der offene Betrag automatisch in Raten weiter.

Der effektive Jahreszins beträgt 20,91 Prozent. Verglichen mit anderen Kreditkarten ist dieser Zinssatz hoch, wodurch Teilzahlungen teuer werden können.

Vollständige Rückzahlung spart Zinsen

Wer den kompletten Rechnungsbetrag rechtzeitig begleicht, zahlt auf Kartenzahlungen keine Zinsen. Die Frist für die vollständige Zahlung kann bis zu 58 Tage nach dem Abrechnungszeitraum betragen und verschafft damit einen gewissen finanziellen Spielraum.

Vorsicht ist jedoch geboten: Bei vollständiger Rückzahlung per monatlichem Lastschrifteinzug wird jedes Mal eine Gebühr von 2 Euro fällig. Wer diese Kosten vermeiden will, sollte den Rechnungsbetrag manuell überweisen.

Einordnung im Vergleich zu anderen Karten

Alternativen wie die GenialCard der Hanseatic Bank weisen niedrigere Zinsen bei Teilzahlungen auf, verlangen inzwischen aber feste Gebühren für Bargeldabhebungen in Deutschland.

Einen anderen Ansatz verfolgt die DKB Visa Card. Als Charge Card wird der Rechnungsbetrag automatisch vom Referenzkonto eingezogen. Zinsen fallen nur an, wenn das Konto nicht ausreichend gedeckt ist, dafür wird jedoch eine Jahresgebühr erhoben.

Unterm Strich ist die Barclays Visa vor allem dann günstig, wenn man sie konsequent ohne Teilzahlung nutzt und den Rechnungsbetrag manuell vollständig begleicht.

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Mark