Aus dem finanziellen Alltag ist ein Girokonto heute kaum noch wegzudenken; für viele Menschen bildet es die zentrale Drehscheibe für Gehalt, Rechnungen und laufende Ausgaben. Besonders bei Direktbanken kommt klaren Regeln eine hohe Bedeutung zu, weil zahlreiche Leistungen an bestimmte Bedingungen geknüpft sind.
In Deutschland zählt das ING Girokonto zu den gefragtesten Kontomodellen. Oft wird damit geworben, dass es kostenlos sei – doch diese Gebührenfreiheit ist unter anderem an den monatlichen Geldeingang gebunden. Wer wissen will, welche Vorteile in diesem Fall greifen, sollte einen genaueren Blick auf die Einzelheiten werfen.
Welche Rolle der Gehaltseingang beim ING Girokonto spielt
Monatlicher Zahlungseingang als Bedingung
Beim ING Girokonto zählt ein regelmäßiger Geldeingang von wenigstens 700 Euro im Monat als ausschlaggebendes Kriterium. Wird diese Summe erreicht, fallen für die Kontoführung keine Gebühren an. Bei Kunden unter 28 Jahren entfällt diese Bedingung übrigens komplett.
Bleibt der monatliche Zahlungseingang unter dieser Schwelle und ist der Kontoinhaber mindestens 28 Jahre alt, verlangt die ING eine monatliche Kontoführungsgebühr von 4,90 Euro. Der Gehaltseingang ist somit ein wesentlicher Hebel, um Zusatzkosten zu umgehen.
Für welche Nutzer sich dieses Modell besonders lohnt
In erster Linie wendet sich das Konto an Menschen mit regelmäßigem Einkommen. Vor allem Angestellte, Rentner oder Selbstständige mit stetigen Einnahmen ziehen Nutzen aus der Gebührenfreiheit. Ebenso erfüllen Studierende mit regelmäßigen Zahlungen die Voraussetzungen meist ohne Schwierigkeiten.
Der monatliche Geldeingang zeigt der Bank zudem, dass das Konto aktiv genutzt wird, was sich günstig auf weitere Leistungen auswirkt.
Diese Vorteile bringt ein regelmäßiger Gehaltseingang mit sich
Gebührenfreie Kontoführung und Karten
Geht der geforderte Zahlungsbetrag ein, fallen die monatlichen Kontokosten vollständig weg. Eine Visa Debitkarte ist von Haus aus dabei und lässt sich ohne weitere Gebühren verwenden. Umsätze werden unmittelbar vom Girokonto abgebucht, wodurch die Kosten jederzeit im Blick bleiben.
Wahlweise lässt sich eine Girocard ergänzen, die jeden Monat zusätzlich kostet. Sie ist vor allem in Situationen nützlich, in denen Visa-Zahlungen nicht angenommen werden.
Bargeldversorgung und Abhebungen
Bei aktivem Gehaltseingang erlaubt das ING Girokonto unbegrenzt kostenlose Bargeldabhebungen innerhalb des Euroraums. Vorausgesetzt wird dabei lediglich ein Mindestbetrag von 50 Euro je Abhebung.
Über das Visa-Netzwerk stehen Zehntausende Geldautomaten bereit, was das Fehlen eigener Filialen wettmacht.
Zahlungen im In- und Ausland
Zahlungen in Euro innerhalb Europas verursachen keine Kosten. Bei Zahlungen oder Abhebungen in Fremdwährungen wird hingegen eine Gebühr von 2,2% berechnet. Diesen Posten sollte man besonders bei Reisen außerhalb der Eurozone einkalkulieren.
Im alltäglichen Gebrauch innerhalb Deutschlands und Europas entstehen dadurch keine weiteren Gebühren.
Einzahlen, Überweisen und Geld senden
Bargeld kann über teilnehmende Handelspartner eingezahlt werden. Dabei wird eine prozentuale Gebühr fällig, die durch Mindest- und Höchstbeträge gedeckelt ist. SEPA-Überweisungen sind gebührenfrei und lassen sich unkompliziert per Online-Banking oder App erledigen.
Darüber hinaus können Nutzer mit Wero rasch Geld versenden und empfangen, ganz ohne Eingabe einer IBAN. Ein Smartphone reicht dafür aus.
Weitere Leistungen im Überblick
Zum Girokonto zählt auch der Zugang zum ING Extra Konto, das sich als verzinstes Tagesgeldkonto verwenden lässt. Kostenlos lassen sich bis zu fünf Unterkonten anlegen, was die Finanzplanung vereinfacht.
Abgerundet wird das Angebot durch einen digitalen Kontowechselservice, zeitgemäße Sicherheitsverfahren für Transaktionen sowie eine mehrfach ausgezeichnete Banking-App.