Eine Bankverbindung bleibt vielen Menschen über Jahre hinweg erhalten. Verpflichtet, dauerhaft beim selben Anbieter zu bleiben, ist jedoch niemand. Veränderungen im Alltag oder attraktivere Angebote geben häufig den Anstoß, über einen Wechsel nachzudenken.
Auch wenn der Kontowechsel mittlerweile gut strukturiert abläuft, bleiben Unsicherheiten bestehen. Besonders verbreitet sind Fragen rund um Lastschriften, Daueraufträge oder die Kündigung des bisherigen Kontos. Wer den Ablauf durchschaut, kann den Wechsel ohne Stress bewältigen.
Anlässe und der passende Zeitpunkt für einen Bankwechsel
Vor allem dann lohnt sich ein Wechsel, wenn sich daraus deutliche Vorteile ergeben. Auf steigende Gebühren oder mangelhafte Leistungen reagieren viele Verbraucher mit einem Anbieterwechsel.
Zu den häufigsten Beweggründen für einen Kontowechsel gehören:
- geringere Kontoführungsgebühren
- bessere digitale Funktionen
- zuverlässiger Kundenservice
- fehlende Filialen am neuen Wohnort
- zusätzliche Angebote wie Kreditkarten oder Sparmodelle
Ebenso bietet sich ein Wechsel bei der Gründung eines Unternehmens an. Ein eigenes Geschäftskonto schafft Übersicht und vereinfacht die Verwaltung.
Zwei Banken parallel verwenden
Konten bei mehreren verschiedenen Banken zu unterhalten, kann durchaus von Vorteil sein. Auf diese Weise lassen sich private und geschäftliche Finanzen voneinander trennen oder unterschiedliche Konditionen ausschöpfen.
Diese Variante schafft außerdem zusätzliche Sicherheit, sollte es bei einem Institut zu technischen Störungen kommen.
So läuft der Kontowechsel ab und worauf es ankommt
Am Anfang steht die Eröffnung eines neuen Kontos. Die Überprüfung der Identität läuft heute meist digital ab. Ist der Vorgang abgeschlossen, bekommt der Kunde sämtliche Zugangsdaten und die neue Kontonummer.
Ehe das bisherige Konto aufgelöst wird, sollte der Wechsel gründlich vorbereitet sein.
Notwendige Vorbereitungen
Diese Punkte sollten vor dem Wechsel feststehen:
- aktuelle Kontodaten
- Liste aller Zahlungspartner
- letzter Kontostand
- laufende Daueraufträge
Eine solche Übersicht trägt dazu bei, den Übergang kontrolliert ablaufen zu lassen.
Zahlungen umstellen
Sämtliche wiederkehrenden Abbuchungen sind auf die neue Bankverbindung zu übertragen. Diese Aufgabe übernehmen viele Banken im Rahmen eines Kontowechselservice.
Dennoch empfiehlt es sich, in den ersten Wochen beide Konten im Blick zu behalten.
Das alte Konto kündigen
Eine Kündigung des bisherigen Kontos sollte erst erfolgen, wenn feststeht, dass keine Buchungen mehr eingehen. Ratsam ist ein paralleler Betrieb über mehrere Wochen hinweg.
Auf diese Weise lassen sich Verzögerungen oder übersehene Zahlungen umgehen.
Kosten und Zeitaufwand
Für gewöhnlich verursacht ein Kontowechsel keine Kosten. Für ihre Unterstützung dürfen Banken keine Gebühren erheben.
Insgesamt nimmt der Vorgang meist etwa vier Wochen in Anspruch. In dieser Phase bleiben beide Konten verwendbar.
Sonderfälle
Selbst bei einem laufenden Kredit ist ein Wechsel machbar. Die neue Bank kann den Kredit übernehmen, überprüft hierbei allerdings die Bonität.
Bei einer Kündigung des alten Kontos wird vorhandenes Guthaben automatisch übertragen. Besteht das Konto weiter, findet keine automatische Umbuchung statt.
Praktische Hinweise zum Wechsel
Damit alles reibungslos verläuft, bieten sich diese Schritte an:
- Angebote sorgfältig vergleichen
- alte und neue Konten parallel führen
- Zahlungspartner frühzeitig informieren
- Kontobewegungen regelmäßig prüfen
Bei guter Vorbereitung lässt sich der Bankwechsel ganz unkompliziert durchführen.