Kreditkarten ohne Jahresgebühr erfreuen sich großer Beliebtheit, insbesondere bei Reisenden und Menschen, die oft im Ausland bezahlen. Ein zusätzlicher Bonus bei der Beantragung lässt das Angebot noch reizvoller erscheinen. Doch genau bei solchen Karten lohnt es sich, die Bedingungen genau unter die Lupe zu nehmen.
Die Barclays Visa rangiert seit Jahren unter den bekannten Kreditkarten in Deutschland. Bei aller Vorteile gibt es mittlerweile einige Anpassungen, die vor allem neue Kunden betreffen. Wer sich vorab informiert, kann besser beurteilen, ob die Karte tatsächlich zur eigenen Nutzung passt.
Leistungen und Vorteile der Barclays Visa im Überblick
Ausgegeben wird die Barclays Visa von der BAWAG. Sie wendet sich vor allem an Nutzer, denen niedrige laufende Kosten und flexible Einsatzmöglichkeiten wichtig sind.
Was für die Karte spricht
Selbst ohne Jahresgebühr punktet die Barclays Visa mit mehreren Vorzügen:
- keine Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen
- kostenlose Bargeldabhebungen weltweit durch den Kartenanbieter
- echter Kreditrahmen mit monatlicher Abrechnung
- kontaktloses Bezahlen im Alltag
- Nutzung mit Apple Pay und Google Pay
Darüber hinaus lassen sich bis zu drei Zusatzkarten ohne Aufpreis beantragen. Sämtliche Umsätze werden über eine gemeinsame Abrechnung geführt, was den Überblick vereinfacht.
Vor allem bei Mietwagenbuchungen erweist sich die Barclays Visa als praktisch, weil sie als klassische Kreditkarte akzeptiert wird und eine Kaution blockieren kann.
50 Euro Startguthaben für Neukunden
Wer die Karte über bestimmte Vergleichsportale beantragt, kann sich ein Startguthaben sichern. Bedingung sind eine Einwilligung in digitale Informationen sowie ein Mindestumsatz innerhalb der ersten Wochen.
Die Gutschrift wird später automatisch vorgenommen, sofern alle Bedingungen erfüllt sind und der Antragsteller zuvor kein Kunde bei Barclays war.
Einschränkungen und fehlende Extras
Ein deutlicher Nachteil besteht darin, dass Reiseversicherungen fehlen. Wer auf Versicherungsschutz Wert legt, muss sich separat absichern oder auf Alternativen zurückgreifen.
Hinzu kommt, dass für Neukunden zusätzliche Kosten anfallen, wenn sie den vollen Rechnungsbetrag automatisch per Lastschrift begleichen möchten.
Gebühren, Rückzahlung und wichtige Regeln
Wie man mit der monatlichen Abrechnung umgeht, entscheidet darüber, ob die Barclays Visa wirklich günstig bleibt.
Rückzahlungsoptionen im Alltag
Von Haus aus ist eine Teilzahlung aktiviert. Dabei wird lediglich ein kleiner Teil des Rechnungsbetrags automatisch eingezogen, während für den Rest Zinsen anfallen.
Um hohe Zinsen zu umgehen, bestehen folgende Möglichkeiten:
- Umstellung auf vollständige Abbuchung gegen monatliche Gebühr
- Überweisung des gesamten Betrags auf das Kreditkartenkonto
- sofortiger Ausgleich über App oder Onlinebanking
Bis zur Fälligkeit vergehen knapp vier Wochen. Wird der Saldo fristgerecht ausgeglichen, entstehen keine Zinskosten.
Zinsen und Ratenmodelle
Wer auf die Teilzahlung setzt, muss mit hohen Zinsen rechnen. Als Alternative bietet Barclays für bestimmte Beträge Ratenzahlungen an. Kleinere Summen lassen sich über einen kurzen Zeitraum sogar zinsfrei abbezahlen.
Bargeld, Limits und Sondergebühren
Beim Abheben von Bargeld sind einige Regeln zu beachten:
- Euro-Abhebungen erst ab 50 Euro
- Tageslimit von 500 Euro
- keine Erstattung von Gebühren fremder Automatenbetreiber
Für Umsätze bei Glücksspielanbietern, Wettplattformen oder Wertpapierdiensten wird eine zusätzliche prozentuale Gebühr fällig.
Voraussetzungen für die Beantragung
Erhältlich ist die Barclays Visa ausschließlich für Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Zudem ist ein deutsches Girokonto erforderlich. Auch Studierende haben durchaus realistische Aussichten auf eine Genehmigung.